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I. WESTLICHE KYKLADEN

KEA (oder TZIA)

(Fläche: 121 km², 17 sm von Lavrion/ Attika bzw. 42 sm von Piräus.
Einwohnerzahl: 1.800)).

Eine hübsche Insel ganz nah bei Attika. In die Bergmassive sind hier wie auf den meisten Kykladeninseln kleine Täler eingebettet, in denen Wein und Obst angebaut werden und die sich zum Meer hin zu malerischen Buchten weiten. Die Agios-Nikolaos-Bucht, in der auch der Fährhafen von Kea, Korissia liegt, gehört zu den sichersten Naturhäfen des Mittelmeers.

Im Altertum war Korissía (oder Livadi), das über der gleichnamigen antiken Stadt erbaut ist, neben loulís, Karthaía und Poliessa einer der vier selbständigen Stadtstaaten der Insel. Auch Chóra (6 km von Korissia), die Inselhauptstadt hoch oben am Berghang, ist Nachfolgerin einer antiken Stadt (loulís, wie sie heute amtlich wieder heißt). Hier ist noch der ganze Charme eines typischen Kykladenstädtchens zu spüren zweistöckige, ziegelgedeckte Häuschen, die sich den Hang hinaufziehen, steile, gewundene Treppengässchen, z. T. übermauert, und schöne Kirchen mit kunstvoll verzierten Chorwänden. Von der höchstgelegenen, 'Kastro" genannten Stelle, wo einst die Akropolis stand, hat man einen weiten Blick bis hin zu den Attika vorgelagerten Inseln. Etwas außerhalb des Ortes kann man den sog. "Löwen von Kea" besichtigen, eine im 6. Jh. v.Chr. aus dem Schieferfels herausgemeißelte Skulptur.

Grabungsfunde von der Insel, darunter interessante Stücke aus der kykladischen Epoche, sind im Museum von Chora (Ioulis) ausgestellt. Über die ganze Insel verstreut sieht man immer wieder kleine Kapellen, Windmühlen und Klöster, von denen das Kloster der Schutzheiligen ´Panagia Kastriani´ das wohl eindrucksvollste ist. Wer ein ruhiges Plätzchen nahe Athen sucht, wird hier auf Tzia stille, saubere Badestrände wie bei Písses, Korissia, Koúndouros oder in der Bucht von Otziás und Póles finden und frischen Fisch in malerischen kleinen Fischertavernen genießen können.

Anfahrt mit dem Schiff: Von Lavrio: Auskunft: Hafenamt Lavrio: (02 92) 2 52 49. Von Piräus: (sehr wenige Fähren wöchentl.). Auskunft: Hafenamt Piräus: (01) 451.1311

Nützliche Telefonnummern : Vorwahlnummer: 0288

Polizei: Tel.: 2 21 00 - Hafenamt: Tel.:3 13 44


KYTHNOS (KITHNOS)

(Fläche 99 km², 52 sm von Piräus. Einwohnerzahl: 1.500)

Auf dieser kleinen Kykladeninsel, bekannt im Altertum für ihre wohlgeordnete Verfassung (von Aristoteles im "Kythnischen Staat" beschrieben), hat man erst kürzlich die ältesten Spuren menschlichen Lebens auf den Kykladen gefunden.

Der Charakter der Insel ist vorwiegend bergig, aber hin und wieder gibt es auch grüne Tupfer - Weinberge, mächtige Feigenbäume - und an der zerklüfteten Küste finden sich immer wieder verschwiegene Badebuchten. Die Fähre legt in Mérichas an der Westküste an. 8 km von hier liegt auf einem Hügelplateau der Hauptort Chora (amtl. Messariá), ein typisches Kykladendorf, in dem besonders die holzgeschnitzten Chorwände und wunderbaren Heiligenbilder in den Kirchen Agios Savvas, Metamorphosis tou Sotíros, Agia Triada und Theologos sehenswert sind. Ein Ereignis ist jedes Jahr am 15. August die Kirchweih auf dem Klosterhügel Panagia tou Nikous. Weiter südlich Driopida, der malerische alte Hauptort der Insel, der immer noch seinen antiken Namen "Dryopis" (die Eichenreiche) trägt.

Bekannt ist Kythnos vor allem für seine Heilquellen bei Loutra, deren warmes, radioaktives Wasser bei Arthritis, Hautkränkheiten und Frauenleiden therapeutische Wirkung hat. Oft und zu recht besungen die der Schutzheiligen der Insel geweihte Wallfahrtskirche Panagiá Kanála, die sehr schön auf einem Felsvorsprung gegenüber von Serifos liegt und auf eine weite Bucht mit herrlichem Sandstrand hinuntersieht - fast eine griechische Fjordlandschaft. Zu den Kirchweihfesten am 15. August und 8. September kommen Pilger aus ganz Griechenland. Dank seiner Nähe zu Attika/ Athen und seiner sauberen Badestrände bei Panagia Kanala, Mérichas, Episkopi, Loutrá, Agios Stéfanos oder in der nur mit Kaiki zu erreichenden Flamboúria-Bucht ist Kythnos ein sehr beliebtes Ferienziel.

Anfahrt mit dem Schiff : Von Lavrio: Auskunft Hafenamt Lavrio: (02 92) 2 52 49

Von Piräus: Auskunft Hafenamt Piräus: (01) 4 51 13 11

Nützliche Telefonnummern: Vorwahlnummer: 0281

Polizei: Tel.: 3 12 01 - Hafenamt: Tel.:3 12 90


SERIFOS (SERIPHOS)

(Fläche 73 km², 70 sm von Piräus. Einwohnerzahl: 1.200)

Kahl und unwirtlich ziehen sich gewellte Bergketten, unterbrochen von fruchtbaren kleinen Tälern, über die Insel und säumen mit ihren felsigen Ausläufern die Meeresbuchten. Die seltsamen Gesteinsformationen erinnern zuweilen an Figuren der griechischen Mythologie, die eng mit Serifos verbunden waren: an Danae und ihren Sohn Perseus, der hier geboren wurde, an das schreckliche Haupt der Medusa, deren Anblick versteinerte.

Das Fährschiff läuft in den Hafen Livadi an der Ostküste ein. Er liegt in einer tief eingeschnittenen, hufeisenförmigen Bucht mit einem der schönsten Badestrände der Kykladen. Von Livadi führt eine Serpentinenstrasse hinauf zum Hauptort der Insel Chora (amtl. Serifos), der dort oben auf dem steil abfallenden Hügel mit seinen weißen Häuschen und Kirchen und dem alles überragenden venezianischen Kastell wie dem Bilderbuch entsprungen scheint.

Besondere Beachtung verdient die Klosterburg `Moni Taxiarchón` beim Dorf Galaní wegen ihrer festungsartigen Anlage, der schönen Wandfresken und der wertvollen Bestände ihrer Bibliothek an Handschriften und alten Drucken. Die älteste Kirche der Insel (10. Jh.) steht im Dorf Panagiá, das ihr auch seinen Namen verdankt und vor dem aus man einen weiten Blick über die ganze Insel hat.

Wenn Serifos Jahr für Jahr mehr Urlauber aus dem In - und Ausland an zieht, so liegt dies nicht nur an den schönen Badestränden bei Méga Livádi, Koutalás, Agios Sóstis, Psilí Ámmos, Ágios loánnis und Sikamiá sondern auch an seinem ganz besonderen "Flair".

Anfahrt mit dem Schiff: Von Piräus: Auskunft Hafenamt Piräus Tel.: (01) 4 51 13 11

Nützliche Telefonnummern : Vorwahlnummer: 0281

Polizei: Tel.: 5 13 00 - Hafenamt: (Livadi) Tel.: 5 14 70


SIFNOS (SIPHNOS)

(Fläche 83 km², 75 sm von Piräus. Einwohnerzahl: 2.000)

Graue Monotonie der Felsen, hin und wieder unterbrochen durch weiß hingetupfte Bergkapellen - das ist der erste Eindruck, den man von Sifnos gewinnt, wenn man mit der Fähre in den Hafen einläuft. Und kaum einer vermutet, welch landschaftliche Schönheit und reizvolle Architektur sich hinter dieser schroffen Fassade verbirgt.

Ergiebige Gold - und Silberminen so wie der Abbau des wertvollen "Siphnos-Steins" machten die Insel in de Antike zu einem der reichsten Staaten, wie noch das berühmte Schatzhaus der Siphnier in Delphi bezeugt, das Apollon geweiht war.

Vom Hafen Kamáres, einer modernen Siedlung mit vielen Töpferwerkstätten, führt eine schöne Straße zum Hauptort Apolonia, der sich mit seinen hübschen weißen Würfelhäusern über drei Hügel erstreckt. Hier können Sie das Volkskunstmuseum besuchen.

Besonders sehenswert sind die Kirchen 'Panagiá Ouranofóra' und 'Ágios Sózon'. Von weitem wirkt Apolonia, wie übrigens auch die nahegelegenen Dörfer, Artemónas, Exámbela und Káto Petáli, wie organisch gewachsene Gebilde aus weißen Würfeln, Hauswänden, Mäuerchen, Innenhöfen und Gäßchen, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Eine Ausnahme macht hier die alte Inselhauptstadt Kástro, die sich ihren mittelalterlichen Festungscharakter bis heute erhalten hat. Das Museum von Kastro besitzt eine interessante Sammlung archaischer und hellenistischer Skulpturen sowie geometrischer und byzantinischer Keramik. Wahrzeichen auch hier wie auf so vielen Kykladeninseln die malerischen Windmühlen, die sich noch immer nach den Weisen des ägäischen Äolos träumerisch drehen, und die 365 Kirchen und Kapellen, die wie weiße Pilze aus dem grauen Gestein gewachsen scheinen. Zu den sehenswerten Klöstern von Sifnos gehören 'Agios Simeon', Ái Liás ( Der Heilige Elias) und das der Inselschutzheiligen geweihte Marienkloster 'Panagiá Chryssopigí'.

Den hier besonders ausgeprägten Lokalkolorit wird man wohl am intensivsten auf den vielen Volksfesten spüren, die meist im Sommer auf den Bergen wie in den Tälern am Meer gefeiert werden. Es gibt natürlich auch sehr schöne, saubere Badestrände: Kamáres, Fáros, Platís Gialós und andere, weniger bekannte.

Auf den Fremdenverkehr hat sich Sifnos mittlerweile gut eingestellt, so daß der Reisende, der unverfälschtes Inselleben und unberührte Natur sucht, auf den gewohnten Komfort nicht zu verzichten braucht.

Anfahrt mit dem Schiff : Von Piräus: Auskunft Hafenamt Piräus: (01) 4 51 13 11

Nützliche Telefonnummern : Vorwahlnummer: 0284

Polizei (Apolonia): Tel.: 3 12 10 - Hafenamt (Kamares): Tel.: 3 16 17
Gemeinde Apolonia: Tel.: 3 11 10


KIMOLOS

(Fläche 36 km², 88 sm von Piräus. Einwohner: 750)

Von Milos nur durch einen Meeresarm getrennt, ist diese kleine, vorwiegend bergige Insel so weiß wie der Kreidestein, der hier seit altersher abgebaut wird. Funde aus der Nekropole bei Elliniká im SW der Insel und aus der gegenüberliegenden antiken Stadt Kimolos (auf dem Agios-Andreas- Eiland in der Limni-Bucht) bezeugen, daß die Insel schon in mykenischer Zeit besiedelt war. Jahrhunderte später, im Mittelalter, war sie berüchtigt als Hochburg der Piraten, die in den geschützten Meeresgrotten ihre Verstecke hatten. Im großen und ganzen teilte Kimolos das Schicksal der grösseren Nachbarinsel Milos.

Vom friedlichen Fährhafen Psáthi führt die Straße bergan zum Hauptort Chóra (amtl. Kimolos), in dem die überwiegende Mehrzahl der Bewohner heute lebt. Die typischen Kykladenhäuser des Dorfes scharen sich um die Festungsanlage, die in eine innere (Méssa Kastro) und äußere Zone (Éxo Kástro) gegliedert war. Dabei waren die Häuser des inneren Rings so aneinandergebaut, daß sie nach außen hin eine Wehrmauer mit Luken, Schießscharten und vier Eingangstoren bildeten. Von weitem erscheint dieses pittoreske Dorf mit seiner südlichen Blütenpracht und seinen verwinkelten Gäßchen wie ein weiß hingetupftes Aquarell vor himmelblauem Hintergrund.

Bei Prássa im Norden der Insel, wo auch der Kreidestein abgebaut wird, gibt es schwefelhaltige Heilquellen. Kimolos liegt immer noch etwas abseits des großen Touristenstroms. So gibt es kaum Unterkünfte, und das Essen in den Tavernen ist eher bescheiden. Wer aber zu improvisieren versteht und eine stille, idyllische Landschaft ganz für sich genießen will, ist hier gut aufgehoben.

Badestrände gibt es bei Psathi, Prassa, Aliki, Limni, Bonatsa, Klima und Monastiria.

Anfahrt mit dem Schiff: Von Piräus. Auskunft Hafenamt Piräus: (01) 4 51 13 11

Von Milos (Apolonia) gibt es in den Sommermonaten täglich Kaiki-Verbindung, Auskunft Hafenamt Milos: (0287) 2 11 00.

Nützliche Telefonnummern : Vorwahlnummer: 0287

Polizei: Tel.: 5 12 05 - Gemeinde: Tel.: 5 12 18


MILOS

(Fläche 160 km², 87 sm von Piräus. Einwohner : 5.000)

Milos ist die südlichste der West-Kykladen, eine vulkanische Insel, die besonders wegen ihrer reichen Bodenschätze und ihrer Hufeisenform bemerkenswert ist.

Ihre Geschichte und Kultur läßt sich mit der kretischen vergleichen und wie diese über 5000 Jahre zurückverfolgen. Untrennbar mit ihrem Namen verbunden ist die berühmte Aphrodite- Statue ('Venus von Milo'), die hier im 19. Jh. im Sand vergraben gefunden wurde und heute im Pariser Louvre zu bewundern ist.

Adamas, einer der sichersten Naturhäfen der Ägäis, ist ein besonders malerischer Ort mit seinen weißgetünchten Häusern, den mit Steinplatten ausgelegten Straßen, den blumenüberladenen Balkonen und oft besungenen wohlriechenden Tamarisken.

Die heutige Hauptstadt Pláka (amtl. Milos) liegt auf einem Plateau über dem Meer, überragt von den Resten eines Kastells. In dem typischen Kykladendorf sind besonders drei Kirchen sehenswert: 'Panagia Korfiatissa', 'Panagia Thalassistra' und 'Panagia Schniotissa' bzw 'Messa Panagia'.

Im Archäologischen Musem ist abgesehen von Funden aus verschiedenen Epochen auch eine Kopie der Venus-Statue ausgestellt. Das Historische und Volkskundemuseum gibt einen Überblick über die Volkskunst, der hier vorkommenden Mineralien und die Geschichte der Insel anhand von Fotos und Dokumenten.

An der NO-Spitze liegt der moderne Badeort Pollonia (oder Apollonia). 3 km von hier, bei Filakópi, befand sich in minoischer Zeit ein bedeutendes Handelszentrum. Bei den Ausgrabungen wurden drei aufeinanderfolgende Städte freigelegt. Neben der archäologischen Stätte die fantastische Papafranga-Grotte, und an der Südspitze befindet sich die Seehöhle 'Kieftika'.

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit von Milos aber sind zweifellos die frühchristlichen Katakomben (heute zugänglich) beim Dort Klima (2 km von Plaka).

Schöne Badestrände mit kristallklarem Wasser gibt es bei Chivadolimni, Pollonia, Adamas, Emborio, Provatas, Palichori und Agia Kyriaki, und da Milos außer seinen Sehenswürdigkeiten, zu denen auch die kleinen vorgelagerten Inseln Antimilos, Arkadies (oder Arkouda) und Glaronissia zählen, über eine gute touristische Infrastruktur verfügt, nehmen es immer mehr Reiseveranstalter in ihr Programm auf.

Anfahrt mit dem Schiff: Von Piräus: Auskunft Hafenamt Piräus Tel.: (01) 4 51 13 11

Mit dem Flugzeug von Athen: Auskunft OLYMPIC AIRWAYS Athen: (01) 9 61 61 61

Nützliche Telefonnummern : Vorwahlnummer: 0287

Gemeinde Adamas: Tel.: 2 24 45

Hafenamt Adamas: Tel.: 2 21 00 - Polizei:Tel.: 2 13 78
OLYMPIC AIRWAYS: Tel.: 2 23 80 - Flughafen: Tel.: 2 23 81

Quelle: "Die Kykladen " / EOT-Griechische Zentrale für Fremdenverkehr, Athen


II. NÖRDLICHE KYKLADEN

ANDROS

(Fläche 373 km², 89 sm von Piräus, 36 sm von Rafina. Einwohner :10.000)

Ándros, die nördlichste und nach Naxos zweitgrößte Insel der Kykladen, ist auch eine der fruchtbarsten und waldreichsten. Steil abfallende bewaldete Bergketten, dazwischen Schluchten und tiefeingeschnittene Flußbetten, drei landwirtschaftlich intensiv genutzte Ebenen mit Olivenhainen, Feigenbäumen, Orangen- und Zitronenplantagen, Rebhängen, und immer wieder viel Wasser führende Wildbäche - dieses Landschaftsbild unterscheidet sich in vielem von dem der südlichen Kykladen.

Wenn die Berge bis ans Meer reichen, entstehen dort zerklüftete Steilküsten, während die Ebenen in weite Sandbuchten münden.

Im Südosten liegt Andros (oder Chóra), Hauptstadt und zweiter Hafen der Insel. Eine schöne Stadt mit prächtigen Patrizierhäusern alter Reederfamilien und schlichten weißen Kykladenhäusern gleich daneben, ansteigenden gewundenen Gäßchen und Arkadengängen, stattlichen Kirchen und zwei malerischen Plätzen. Besondere Beachtung verdient die byzantinische "Palatiani-Kirche" (13.Jh.) auf dem Gelände der heute verfallenen Burg.

Im Archäologischen Museum sind Funde aus geometrischer, klassischer, hellenistischer, römischer und byzantinischer Zeit ausgestellt. Im Museum für Moderne Kunst sind Werke des Bildhauers Michalis Tombros, und im Schiffahrtsmuseum eine umfangreiche Sammlung von Schiffsmodellen sowie Fotografien und nautisches Gerät zu besichtigen. Das ganze Jahr hindurch finden in dieser schon immer weltoffenen Seefahrerstadt interessante kulturelle Veranstaltungen statt, die weithin Beachtung finden.

Der Haupthafen der Insel ist Gávrio an der Westküste, von wo aus man auf einem gut ausgebauten Straßennetz zu den übrigen Sehenswürdigkeiten der Insel fahren kann: Zur Taxiarchenkirche (12.Jh.) in Messariá, dem Zoodochou-Pigis-Kloster (14.Jh) bei Batsí, zum Mönchskloster Agios Nikolaos bei Apíkia (18.Jh.) hier entspringt die bekannte Mineralquelle "Sariza" - zum Panachrantou-Kloster (10.Jh.) bei Fálika, oder zur Burg "Ápano Kástro", (auch "Tis Griás tó Kástro" - Die Burg der Greisin) nördlich vom Dorf Kóchilos. Besonders zu erwähnen sind noch die Reste der antiken Stadt Andros bei Paleópoli und die geometrische Siedlung bei Zagorá, südlich von Paleopoli, eine der bedeutendsten auf griechischem Boden.

Zum Baden kann man u.a. nach Nimborió, Parapórti, in die Korthíou Bucht (Ormos Korthiou), nach Batsi, Gavrio oder Vitáli fahren. Touristisch ist Andros weitgehend erschlossen und dem ständig wachsenden Strom von Besuchern voll gewachsen, die die Insel wegen der reizvollen Landschaft, der schönen Dörfer und Sehenswürdigkeiten, der herrlichen Badestrände oder auch der Heilquellen schätzen.

Anfahrt : Mit der Fähre von Rafina: Auskunft Hafenamt Rafina: (02 94) 2 23 00

Nützliche Telefonnummern :
Vorwahlnummer: 0282

Polizei: Tel.: 2 23 00 - Hafenamt: Tel.: 2 22 50 - Rathaus Andros: Tel.: 2 22 75

Archäologisches Museum: Tel.: 2 36 64 - Museum für Moderne Kunst: Tel.: 2 26 50


TINOS

(Fläche 195 km², 86 sm von Piräus, 64 sm von Rafina. Einwohner: 7.700 )

Dicht an der Südspitze von Andros gelegen, ist diese dem Marienkult geweihte Insel jedes Jahr im August Ziel von Pilgern aus ganz Griechenland, die hierher kommen, um zu beten oder ein Gelübde einzulösen. Ihren Höhepunkt erreichen die religiösen Festlichkeiten am 15. August, zu Mariä Himmelfahrt, wenn die Menschen zu Tausenden in die Marienkirche strömen und sich auf den Straßen drängen, wo Händler wie bei jedem großen Volksfest ihre Ware feilbieten.

Eine Gebirgskette durchzieht die Insel der Länge nach. Die flacheren Hänge sind terrassiert, und die aufgeschichteten Steinmäuerchen, die die Felder voneinander trennen, wirken wie Wachtürme einer alten Burg. Die Küsten sind bald steil und unzugänglich, bald zerklüftet und in malerische Buchten mit Sand- oder Kieselstrand gegliedert.

Das Wahrzeichen von Tínos sind die pittoresken Taubenhäuschen. Sie sind, wie übrigens auch die gemauerten Dorfbrunnen überall auf der Insel, unter den geschickten Händen einheimischer Künstler über ihre eigentliche Funktion hinaus zu kleinen Kunstwerken geworden.

In Tinos, Inselhauptstadt und Hafen, leben heute die meisten Einwohner. Eine breite, mit Steinplatten ausgelegte Straße führt vom Hafen direkt hinauf zur Wallfahrtskirche "Panagia Evangelistria" (1823). Das imposante Bauwerk aus parischem und einheimischem Marmor wurde auf dieser Anhöhe über der Stelle errichtet, wo eine Nonne einst die wundertätige lkone fand und beherrscht das ganze Stadtbild. In den Seitentrakten der Kirche ist das Museum Tinischer Künstler und Neugriechischer Maler untergebracht, das Werke einiger der bedeutendsten griechischen Bildhauer, die von Tinos stammten, beherbergt. Ein paar Straßen weiter das Archäologische Museum, dessen Glanzstücke Skulpturen vom Poseidon- und Amphitrite-Tempel sind.

Am Inselinneren ist der Tourismus bis jetzt vorübergegangen, und so sind die etwa 20 Dörfer noch unverfälschte Beispiele gewachsener Architektur. Besonders sehenswert sind Falatádos und Stení sowie Pýrgos, aus dem die meisten großen tinischen Bildhauer hervorgegangen sind, wie Jannoulis Chalepás, dessen Wohnhaus in ein Museum umgewandelt wurde, und Nikiphoros Lýtras. Die Tradition wird in einer Marmor-Bildhauerwerkstatt fortgeführt.

Von den landschaftlich meist wunderschön gelegenen Klöstern sei hier das Frauenkloster "Kyria ton Angelon" ,"Die Herrin der Engel" (10.-11.Jh.) in Kechrovoúni erwähnt, das in seiner Anlage an ein mittelalterliches Dorf erinnert.

Badestrände braucht man auch auf Tinos nicht lange zu suchen: Agios Phokás bei Tinos-Stadt, Kiónia, Porto, die Panórmou-Bucht und Kolymvithra sind nur einige von vielen.

Touristisch ist Tinos, bis auf die Hauptstadt, noch kaum erschlossen, paßt sich aber den wachsenden Zahlen ausländischer Besucher zusehends an.

Anfahrt: Mit der Fähre von Piräus, Auskunft: Hafenamt Piräus: (01) 4 51 13 11

Mit der Fähre von Rafina, Auskunft: Hafenamt Rafina: (02 94) 2 2 3 00

Nützliche Telefonnummern:
Vorwahlnummer: 0283

Polizei: Tel.: 2 22 55 - Hafenamt: Tel.: 2 23 48 - Rathaus Tinos: Tel.: 2 22 34

Archäologisches Museum: Tel.: 2 26 70


MYKONOS (MIKONOS)

(Fläche 85 km², 94 sm von Piräus. Einwohner : 5.500)

Eine der Tourismus-Hochburgen Griechenlands, die auch viele Künstler und Intellektuelle aus dem In- und Ausland anzieht. Die relativ hohen Berge, denen wir auf den meisten Kykladeninseln begegnen, haben hier flachen Felshügeln Platz gemacht, die wie die märchenhaft schönen Küstenstriche typisch für das Landschaftsbild von Mykonos sind.

Das malerische Chóra (amtlich: Mýkonos), Hauptort und -hafen der Insel, vor dem sich Luxusjachten einträchtig neben bunten Fischerbooten im Wasser wiegen, unterscheidet sich in der Anlage von den meisten Orten an der Ägäis. Während diese sich im Halbrund einen Hang hinaufziehen, erstreckt sich Mykonos flach entlang der Küste. Schneeweiße Kubushäuschen mit Balkonen und gemauerten Sitzbänken davor, dicht aneinandergedrängt, dazwischen wie eingebettet die kleinen weißen Kirchen und Votivkapellen in den engen, weiß getünchten Gäßchen, die mit ihren gemütlichen Tavernen und unzähligen kleinen Volkskunst- und Souvenirläden fast wie Filmkulissen wirken. Im ´Kástro - Viertel`, nahe am Meer, steht die berühmte, wegen ihrer eigenartigen Bauweise bemerkenswerte byzantinische Paraportianí - Kirche: sie hat einen Bogenfenster- Glockenturm und nur einen Seiteneingang (griechisch: "parapórta"). Besonders reizvoll ist das 'Venetia - Viertel' mit seinen Kapitänshäuschen, die aus dem Meer aufzusteigen scheinen.

Im Archäologischen Museum sind Funde aus dem antiken Rheneia, Skulpturen, Vasen und Idolen zu sehen, und im Volkskundemuseum Möbel, lkonen, Skulpturen und Volksmusikinstrumente. Auch das Schiffahrtsmuseum ist sehenswert.

Graugrüne Felsen, umrankt von Feigenkakteen, blumenübersäte Täler, aus denen weißgetünchte Bauernhäuschen, Kapellen oder Windmühlen auftauchen, sind das typische Landschaftsbild im Inselinneren. Ein interessantes Ausflugsziel ist das Kloster Panagia Tourlianí (16.Jh.) in Áno Merá (8 km von Mykonos-Stadt) mit seinem eigenartigen Glockenturm und dem Marmorbrunnen im Hof, vor allem wegen des Klosterschatzes (z.T. sehr altes Messgerät) Holzschnitzereien, Messgewänder und Stickereien).

Mykonos gilt gemeinhin als Sommertreffpunkt für den internationalen Jet-Set, aber es gibt auch hier Winkel abseits vom Trubel, wo man noch ganz für sich allein sein kann. Herrliche Sandstrände findet man bei Agios Stéfanos, Psaroú, Kaláfatis, Platýs Gialós, Ornós, Eliá und Panormos.

Anfahrt mit der Fähre: Von Piräus, Auskunft Hafenamt Piräus: (01) 4 51 13 11

Von Rafina, Auskunft Hafenamt Rafina: (02 94) 2 23 00

Flugverbindungen: Von Athen, Auskunft OLYMPIC AIRWAYS Athen: (01) 9 61 61 61

Von Mykonos: Nach Santorin, Iraklion /Kreta, Rhodos.

Nützliche Telefonnummern:
Vorwahlnummer: 0289

Polizei: Tel.: 2 22 35 - Touristenpolizei: Tel.: 2 24 82
Gemeinde Mykonos:Tel.: 2 22 01 - Städt. Auskunftsbüro: Tel.: 2 39 90 - OLYMPIC AIRWAYS: Tel.: 2 24 90 - Flughafen: Tel.: 2 23 27, Hafenamt: Tel.: 2 22 18 - Archäologisches Museum: Tel.: 2 23 25 - Volkskundemuseum: Tel.: 2 25 91 - Schiffahrtsmuseum: Tel.: 2 27 00.


DELOS (DILOS)

(Fläche 5 km², 6 sm von Mykonos. Einwohner: keine)

Auf Delos sollen der Sage nach Artemis und Apollon, der Gott des Lichts, der Weisheit und Dichtkunst geboren worden sein, und seitdem galt die Insel als heilig. Heute ist sie unbewohnt, eine einzige große Ausgrabungsstätte, die immer noch Jahr für Jahr Tausende von Besuchern als einen Ort der Verehrung bezeugen, der vom 9. vorchristlichen Jh. für fast ein Jahrtausend politisches und religiöses Zentrum der Ägäis war.

Man betritt das Gelände von der Westseite, wo sich im Altertum der Heilige Hafen befand. Vom Hafen führte eine Prachtstraße, die "Heilige Straße", zum Heiligtum Apollons, auf dem Tempel, Altäre, Schatzhäuser und andere Gebäude standen. Zu erkennen sind noch Reste von vier Apollon-Tempeln, einer davon als "Tempel der Athener" bekannt. Der östlichste Bau ist das langgestreckte "Stierheiligtum", woran sich im Norden die Schatzhäuser und der Langbau der Antigonos-Stoa anschließen. Im NW befand sich das kleinere Artemis Heiligtum mit dem ionischen Artemis-Tempel und dem Grab der beiden "hyper-boreischen Jungfrauen".

Noch weiter nördlich kommt man zum Bezirk des Heiligen Sees mit der berühmten Löwenstraße, dem Letoon (Leto-Tempel), der Agora der Italiker und der Niederlassung der Poseidoniasten von Beirut. Vorbei an Wohnhäusern und einer Palästra erreicht man nordwestlich vom See das Stadion und das Gyrnnasion. In einigen Gebäuden wurden wunderbare Mosaikdarstellungen von Dionysos, Delphinen und Dreizacken freigelegt. Ein schmaler Meeresarm trennt Delos von der Nekropole Rheneia.

Im Museum von Delos wird eine der wichtigsten griechischen Sammlungen archaischer Werke gezeigt sowie Skulpturen und Vasen aus klassischer, hellenistischer und römischer Zeit.

Anfahrt:Kleine Boote verbinden Delos vor allem mit dem nahen Mykonos, aber auch mit anderen Kykladeninseln. Auskunft: Hafenamt Mykonos: 0289/22.218

Nützliche Telefonnummern:

Vorwahlnummer: Tel.: 0289

Archäologische Stätte: Tel.: 2 22 59, Museum: Tel.: 2 22 59


SIROS (SYROS)

(Fläche 86 km², 83 sm von Piräus, 62 sm von Rafina. Einwohner: 24000)

Verwaltungs-, Handels- und kulturelles Zentrum der Präfektur ist Siros im Herzen der Kykladen, eine der dichtbesiedeltsten Inseln dieses Archipels. Während der Nordteil bergig ist, überrascht das Landesinnere mit seiner landschaftlichen Vielfalt, dem Wechsel von Hügeln und Ebenen, Äckern und Plantagen. Die Küstenlinie ist gegliedert in kleinere und größere Buchten, weit vorspringende Kaps und in zwei große Golfe: dem von Ermoupolis im Osten und dem von Phinikas im Westen.

Wie prähistorische Gräber belegen, war Siros schon in der Jungsteinzeit besiedelt. Die Funde, die man bei Ausgrabungen auf der prähistorischen Akropolis, auf dem Kastri-Hügel und bei Chalandriani gemacht hat, werden in die frühkykladische Epoche datiert.

Die "Herrin der Kykladen" Ermoupolis, Hauptstadt und Hafen von Siros, ist gleichzeitig auch unumstrittene Hauptstadt aller Kykladeninseln. Im Halbrund angelegt, mit klassizistischen Gebäuden, alten Patrizierhäusern, aber auch schneeweißen Kykladenhäuschen, die sich von den umliegenden Hügeln bis hinunter zum Hafen ziehen. Stadtzentrum ist die Platia Miaouli mit ihren hübschen Cafés. Hier steht auch das vom bayerischen Architekten Ziller erbaute Rathaus, das Standbild des Admirals des Freiheitskrieges Miaoulis und das der Mailänder Scala nachempfundene Apollon-Theater (1861). Von den vielen imposanten Kirchen verdienen besonders die Metamórphossi (Kathedrale) - und die Kímissi-Kirche sowie Agios Dimitrios , Tris lerárches und Agios Nikolaos Beachtung.

Im Archäologischen Museum sind Funde von der ganzen Insel untergebracht, und die Stadtbibliothek verfügt über eine reichhaltige Sammlung alter Ausgaben und Drucke. Eine der reizvollsten Stellen der Stadt ist das Seemannsviertel "Vapória" mit seinen klassizistischen Bürgerhäusern in den engen Gäßchen. Die etwas höher gelegene Altstadt Ano Siros bietet mit ihrer Stadtmauer, den verwinkelten Gassen und den Arkadengängen noch das unverfälschte Bild einer mittelalterlichen Stadt. In den Gassen, die sich mit unzähligen Treppenstufen hangauf winden, fühlt man sich unversehens in eine andere, weit zurückliegende Zeit versetzt. Der Hügel wird gekrönt von der katholischen St.Georgs-Kathedrale. Sehenswert sind hier außerdem das Kloster der Kapuziner mit der Kirche Agios Ioannis (1635) und das Jesuitenkloster.

Interessante Ausflugsziele sind im NO der Insel die prähistorischen Ausgrabungen bei Chalandrianí und auf dem Kastri-Hügel, sowie an der unzugänglichen NW-Küste bei Grámmata die Felswände mit Inschriften aus römischer und byzantinischer Zeit. Von dort oben hat man einen wunderschönen Blick.

Die beliebtesten Badeorte liegen im dichter besiedelten Süden der Insel: Asólimnos, Vári, Possidonía, (oder Dellagrazia) mit schönen klassizistischen Villen und großen Blumengärten und schließlich die Bucht von Phínikas mit ihren Wildbächen, Gärten und Palmen. Verlockende Badestrände gibt es aber auch bei Kýmata, Agios Nikolaos (bei Ermoupolis), Angathopes, Kíni, Galissás, Mégas Gyalós, Parakopí, Chroússa, Episkopío u.a.

Siros ist touristisch gut erschlossen und die Versorgungslage (Güter und Dienstleistungen) im Vergleich zu abgelegeneren Inseln problemlos.

Anfahrt mit dem Schiff:

Von Piräus: Auskunft Hafenamt Piräus: 01/451.1311

Von Rafina: Auskunft Hafenamt Rafina: 0294/22.300

Nützliche Telefonnummern:

Vorwahlnummer: 0281

Polizei: Tel.: 2 26 10 - Gemeinde Ermoupolis: Tel.: 22.500

G.Z.F. (E.O.T.) Tel.: 22.375, 26.725

Archäologisches Museum: Tel.: 28.487

Hafenamt: Tel.:28.888


MITTLERE KYKLADEN

ANTIPAROS

(Fläche 35 km², 1 sm von Pounta / Paros und 4 sm von Parikia.)

Das von Paros nur durch einen schmalen Meeresarm getrennte Antiparos ist wegen seiner weißen Sandstrände und seiner landschaftlichen Schönheit ein beliebtes Ausflugsziel. Der Hauptort Antiparos (oder Kastro) liegt im Schutz der mittelalterlichen, verfallenen Burg. Berühmt ist die große Tropfsteinhöhle im Süden, die nach der St. Johannes-Kirche an ihrem Eingang benannt ist.

Wegen seiner wunderschönen Badestrände am grünblauen Meer kommen Jahr für Jahr mehr Besucher, so daß die wenigen Hotels und Privatzimmer in der Hochsaison nicht mehr ausreichen.

Rund um Antiparos scharen sich Dutzende kleiner, nur von Wildkaninchen und Wildtauben bevölkerte Eilande. Auf zweien hat man Spuren menschlichen Lebens aus frühester Zeit gefunden: Auf Despotiko Trümmer von Gräbern der protokykladischen Epoche, und auf Saliangos Reste einer jungsteinzeitlichen Siedlung.

Anfahrt:

Mit der Fähre: Von Pounta/Paros. Mit dem Motorboot: Von Parikia/Paros

Auskunft: Hafenamt Paros (Parikia): 0284/21.240

Nützliche Telefonnummern:

Vorwahlnummer: 0284

Polizei: Tel.: 6 12 02 - Gemeinde: Tel.: 6 12 18


PAROS

(Fläche 209 km², 95 sm von Piräus, 82 sm von Rafina. Einwohner: 8000)

Die nach Naxos und Andros drittgrößte Insel hat sich in den letzten Jahren zu einem Fremdenverkehrszentrum erster Ordnung entwickelt. Sanft geschwungene Höhenzüge, die in sich den berühmten durchsichtig weißen parischen Marmor bergen, findet man im mittleren und südöstlichen Teil der ansonsten ebenen, von endlosen Rebfeldern durchzogenen Insel. An der reich gegliederten Küste gibt es zwei größere, windgeschützte Buchten: die von Paros im Westen und die von Naoussa im Norden.

Schon seit frühester Zeit besiedelt, hat sich Paros bald zu einem der Zentren der kykladischen Kultur entwickelt. Funde von der ganzen Insel, vor allem Skulpturen, sind jetzt im Nationalmuseum Athen ausgestellt. Seit der Antike an derselben Stelle liegt Paros (meist Parikía genannt), Hauptstadt und Haupthafen. Weiß getünchte Häuschen im Schutz der Frankenburg, Gärten, die nach Basilikum, Jasmin und Geißblatt duften, verträumte Pflastergassen. Die größte Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Ekatontapilianí- oder Katapoliani-Kirche, eine der bedeutendsten byzantinischen Kirchen Griechenlands, um die sich viele Legenden ranken. Sie ist Mariä Himmelfahrt geweiht und wird jedes Jahr am 15. August mit einem großen Volksfest gefeiert.

In den Sommermonaten kann man übrigens überall auf der Insel Volksfeste miterleben, wie z.B. das vielbesuchte Wein- und Fischfest. Als malerischstes Inseldorf gilt Naoussa mit seinen weißen Häuschen in den engen, mit Steinplatten ausgelegten Gassen, den übermauerten Gängen und den vielen Kirchen. Zauberhaft sind die Strände um Naoussa, wie Kolymvíthres im Westen mit den seltsam geformten riesigen Felsbrocken, die wie in den Sand gerammte Statuen aussehen.

Lohnende Ausflugsziele sind auch die vielen malerischen Kapellen und Klöster (Zoodochou Pigis, Longovardas, Christou tou Dassous u.a.) und schönen Bauerndörfer, wie Márpissa mit seiner venezianischen Burg und schönen Kirchen. An Badestränden schließlich gibt es eine reiche Auswahl: Livádia, Kriós, Agios Phokás (bei Parikia), Mikró und Megálo Piperi, Limnes, Kolymvithres (bei Naoussa), Agii Anárgyri, Lángeri, Aliki, Santa Maria (interessante Volkskunst-Sammlung mit Modellen von Schiffen, Webstühlen u.a.), Ambelás, Pisso Livadi, Dryós (Ostküste).

Paros, touristisch voll erschlossen, empfiehlt sich sowohl für Urlauber, die viel Betrieb und Unterhaltung brauchen, als auch für solche, die eher Stille suchen.

Anfahrt:

Mit der Fähre von Piräus - Auskunft Hafenamt Piräus: Tel.: (01) 4 51 13 11.

Von Rafina: Auskunft Hafenamt Rafina: 0294/22.300.

Mit dem Flugzeug von Athen: Auskunft OLYMPIC AIRWAYS Athen: 01/961.6161

Nützliche Telefonnummern:

Vorwahlnummer: 0284

Polizei: Tel.: 2 12 21 - Gemeinde: Tel.:12 12 22 - Hafenamt: Tel.: 2 12 40 -

OLYMPIC AIRWAYS: Tel.: 2 19 00 Flughafen: Tel.: 2 20 15,

Archäologisches Museum: Tel.: 2 12 31.


NAXOS

(Fläche 448 km², 103 sm von Piräus. Einwohner :15000)

Náxos, fast im Zentrum der Inselgruppe gelegen, ist die größte und zugleich fruchtbarste Kykladeninsel. Wiesen, die in kilometerlange Sandstrände münden, Felsabbrüche, die steil ins Meer abfallen, unwegsame rauhe Berge neben fruchtbaren Tälern, sprudelnde Quellen und rauschende Bäche, das sind nur einige der Landschaftsbilder, denen man hier begegnet. Die Küste ist im Süden steil, im Westen windgeschützt und in viele Sandbuchten gegliedert.

In grauer Vorzeit Schauplatz berühmter Sagen der griechischen Mythologie, hat Naxos in historischer Zeit immer eine gewichtige Rolle gespielt und war zeitweise, besonders mit seiner Bildhauerwerkstatt, Kunstzentrum der Kykladen.

Die Inselhauptstadt Naxos (oder Chora) an der NW-Küste zieht sich mit ihren Häuschen im Halbrund einen Hügel hinauf, der von einem venezianischen Kastell gekrönt wird - schon bei der Einfahrt in den Hafen ein bezaubernder Anblick. Im Schutz der Burg hatten sich im Mittelalter die damaligen Herren angesiedelt, deren Steinhäuser z.T. heute noch erhalten sind. Überall in der Stadt findet man noch Überreste einer jahrtausendealten Geschichte: bedeutende byzantinische Kirchen, das mittelalterliche Kastell mit seinem Wehrturm und Zeugen aus mykenischer Zeit bei Grotta.

Funde nicht nur von diesen Grabungsstätten sind im Archäologischen Museum der Stadt ausgestellt. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist bei Apollonas im Norden, einem der schönsten Fischerdörfer, die unvollendet in einem Marmorbruch zurückgelassene, über 10 m lange Monumentalstatue eines Kouros aus dem 6. Jh. v. Chr. Eine ähnliche Statue findet sich auch bei Melanes.

Das Bergdorf Apírathos, in dem es ein interessantes kleines Museum gibt, ist wegen seiner Wohntürme und urtümlichen Gebräuche einen Besuch wert, und wer sich für byzantinische Kunst interessiert, sollte sich unbedingt einige der sehr schönen alten Kirchen ansehen, z.B. die Panagia Protothroni (9.Jh.) in Tragea und die Panagia Philotissa bei Philoti.

Zum Baden bieten sich viele Sandstrände an, wie bei Agios Prokópis, Mikri Vígla, Kastráki, Alikos, Pyrgáki, Agiassó (Westküste), Apóllonas, Psilí Ámmos, Pánormos, und Pachiá Ámmos.

Naxos ist eine beliebte Ferieninsel, die ihrem Besucher das Kennenlernen durch eine gut ausgebaute Infrastruktur erleichtert.

Anfahrt:

Von Piräus: Auskunft Hafenamt Piräus: (01) 4 51 13 11.

Von Rafina: Auskunft Hafenamt Rafina: (02 94) 2 23 00

Nützliche Telefonnummern:

Vorwahlnummer: 0285

Polizei: Tel.: 2 21 00 - Gemeinde: Tel.:2 27 17
Archäologisches Museum: Tel.: 2 27 25 - Hafenamt: Tel.: 2 23 00


KLEINE OST - KYKLADEN

 

Irakliá, Schinoússa, Koufoníssia, Kéros, Antíkeros, Daskalió und Donoúsa :

Kleine Inseln von ganz eigenem Reiz und ohne viel Komfort, ein idealer Zufluchtsort für jeden, der Abgeschiedenheit und Stille sucht. Die wildromantische Schönheit dieser kahl und karg aus dem Meer ragenden, windgepeitschten Felsen, die zerklüfteten Küsten und die Gewißheit, dort weitab vom Trubel der Zivilisation ein paar Wochen für sich zu sein, zieht nur wenige, aber fanatische "Liebhaber" auf diese in vieler Hinsicht immer noch "jungfräulichen" Inseln.

Auch auf diesen heute so unwirtlich scheinenden Inseln haben sich Spuren menschlichen Lebens schon aus frühester, prähistorischer Zeit erhalten, wie auf Donoussa mit seinen märchenhaft schönen Sandstränden. Auf lraklia, wo man die schöne Ai-Gianni-Tropfsteinhöhle mit ihren bizarren Stalaktiten besichtigen kann, wurden Reste der kykladischen Epoche entdeckt, und auf Keros hat man außer Bauresten der frühky- kladischen Epoche auch Werke dieser Kultur gefunden, die zu den bedeutendsten auf den Kykladen überhaupt gehören.

Auf den Koufonissia mit dem Sandstrand bei Phinikas (Pano Koufonissi) und den grobkörnigen Sandstränden auf Kato Koufonissi sind noch hellenistische und römische Bruchstücke zu sehen, und auf Schinoussa schließlich, mit seinem malerischen Hafen Messaria, wurden mittelalterliche Festungsanlagen freigelegt.

Einige wenige Privatzimmer werden nur auf Iraklia, Pano Koufonissi und Schinoussa vermietet.

Fährverbindung besteht zweimal wöchentlich von Piräus über Amorgos.


AMORGOS

(Fläche 134 km², 138 sm von Piräus. Einwohner: 1800)

Amorgós liegt am Ostrand der Kykladen, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Inselgruppe Dodekanes. Die Küste dieser langgestreckten, unfruchtbaren Insel ist im SO meist steil und felsig, während man im NW Strände und Sandbuchten findet.

Über die ganze Insel verstreute Grabungsstätten und Funde, die heute z.T. im Nationalmuseum Athen untergebracht sind, bezeugen nicht nur, daß Amorgos seit prähistorischer Zeit besiedelt war, sondern auch, daß es in der kykladischen Kulturepoche eine Blütezeit hatte.

Von den drei antiken Städten Minoa, Arkesine und Aigiale sind noch Spuren zu sehen, so z.B. steht die Panagia Katapoliani-Kirche oberhalb des Haupthafens Katápola auf dem Gelände eines Apollontempels von Minoa. Reste von Arkesine hat man beim heutigen Arkessini gefunden, einem typischen Kykladendorf mit weißen Würfelhäuschen. Auch der Name des antiken Aigiale, dessen Stadtmauer noch oberhalb von Tholária zu erkennen ist, lebt bis heute weiter im nahegelegenen Egiáli (Aigiáli), dem zweiten Hafen der Insel, der eigentlich aus drei weißen Dörfchen besteht. Am besten erreicht man den Ort und seine fantastischen Sandstrände von See her, weil die Straße von Katapola hierher kaum befahrbar ist.

Der Hauptort Chóra (amtl. Amorgós) liegt im Schutz der venezianischen Burg oben auf dem Hügel. Die meisten der rund 40 Kirchen sind mit ihren Doppel- oder Zwillingsgewölben im typischen Sakralstil der Kykladen erbaut.

Hotels und Privatzimmer gibt es nur wenige. Und doch zieht die Insel wegen ihrer verwunschenen Strände und ihrem ganz eigenen landschaftlichen Reiz immer mehr Urlauber an.

Anfahrt mit dem Schiff von Piräus (Katapola - Egiali):

Auskunft Hafenamt Piräus: (01) 4 51 13 11

Nützliche Telefonnummern:

Vorwahlnummer: 0285

Polizei: Tel.: 7 12 10 - Hafenamt Katapola: Tel.: 7 12 59.


SÜDLICHE KYKLADEN

FOLEGANDROS

(Fläche 32 km², 105 sm von Piräus. Einwohner : 600)

Eine kleine, steinige Insel zwischen Sikinos und Milos, deren Landschaftsbild - mit dem Wechsel zwischen karger Unfruchtbarkeit, gigantischen Felsformationen und sandigen Buchten - durchaus etwas Reizvolles hat.

Oberhalb von Karavostássis, dem malerischen Hafen, liegt auf einer Hochfläche der Hauptort Chóra (amtlich: Folégandros). Er besteht aus zwei Ortsteilen: im mittelalterlichen Teil um das Kastro (Burg) sind die Häuser wie auch auf einigen anderen Kykladeninseln so aneinandergebaut, daß sie nach außen hin eine Wehrmauer bilden. Ebenso malerisch ist auch der neuere Teil, mit engen Steigen, gemauerten Sitzbänken, Innenhöfen, Holzbalkonen und weißen Kirchen. Über einem Teil der antiken Stadtmauer wurde die schönste Kirche der Insel, die Panagia errichtet.

Die Chrissospiliá-Höhle etwas weiter nördlich, in der antike Objekte gefunden wurden, ist mit ihren Stalagmiten und Stalaktiten ein lohnendes Ausflugsziel, ebenso wie die kleinen umeinander gescharten Siedlungen von Ano Meria, wo am 27. Juli zu Ehren des Heiligen Panteleimon ein buntes Volksfest gefeiert wird. Hier gibt es auch ein Ökologisch-Volkskundliches Museum, in dem rekonstruiert wird, wie die Menschen auf dem Lande leben und gelebt haben.

Baden kann man bei Karavostassis, Livadi und in der Agiou-Georgiou-Bucht bei Ano Meria.

Auch ohne nennenswerte Infrastruktur - Privatzimmer gibt es nur wenige - hat Folegandros doch eine ständig größer werdende Gemeinde, die zu einem ruhigen, naturnahen Erholungsurlaub hierher kommt.

Anfahrt mit dem Schiff : Von Piräus: Auskunft Hafenamt Piräus: (01) 4 51 13 11

Nützliche Telefonnummern:

Vorwahlnummer: 0286

Polizei - Hafenamt: Tel.: 41.249


SÍKINOS

(Fläche 41 km², 113 sm von Piräus. Einwohner : 300 )

Das abgelegene und noch rein kykladische Sikinos eignet sich gut für einen ruhigen Erholungsurlaub. Die einzige Straße der Insel verbindet den Hafen Aloprónia (Ano Prónoia) mit dem Hauptort Chora (oder Kastro) mit den schönen alten Patrizierhäusern und der "Pantanassa-Kirche". Auf dem Hügel über dem Ort das "Zoodóchou-Pigís-Kloster", das mit seinen hohen Mauern von weitem wie eine uneinnehmbare Festung wirkt.

So wie auf anderen abgelegenen Kykladeninseln sind auch auf Sikinos die Volksfeste immer ein besonderes Ereignis und spiegeln viel von den alten Sitten und Gebräuchen wider.

Privatzimmer (nur wenige) werden nur in Chora vermietet, wo man auch einfache Tavernen findet.

Im Sommer besteht fast täglich Fährverbindung von Piräus, im Winter seltener.

Auskunft: Hafenamt Piräus: Tel.01/451 13 11

Vorwahl: 0286

Polizei :Tel.51 222, Gemeinde : 51 238.


IOS (auch NIO)

(Fläche 105 km², 107 sm von Piräus. Einwohner :1600 )

Verwunschene kleine Badebuchten und lange Sandstrände am kristallklaren Meer, schattige Olivenhaine, grüne Rebhänge und Kapellen machen diese vorwiegend bergige Insel zu Recht zu einer der beliebtesten Ferieninseln.

Oberhalb des malerischen Hafens Ormos, wo bunte Fischerboote und Kreuzfahrtjachten im Wasser dümpeln, liegt an derselben Stelle wie schon die antike Stadt Chora (amtl. los) - mit seinen weißen Flachdachhäuschen, den Treppengassen und Kuppelkirchen ein typisches Ägäisdorf. Ansehen sollte man die Kirchen Agia Ekaterini, Agios Prodromos und Agii Anargyri. Oben auf dem Hügel steht die mächtige Burg aus dem Mittelalter und die Windmühlen, Wahrzeichen auch von los.

Sehenswürdigkeiten sind der hellenistische Wehrturm und die Reste eines römischen Aquädukts bei Agia Theodóti, die Tempelruine bei Psáthi und das halbverfallene venezianische Kastell (15.Jh.) bei Paliókastro. Und nicht zuletzt das sogen. "Grab Homers" im Norden der Insel bei Plakotó, wo auch noch ein eingestürzter Wehrturm aus hellenistischer Zeit zu sehen ist.

Zu den Badestränden von Agia Theodoti, Psathi, Kalamos und Manganári kommt man am besten mit dem Kaiki, zum vielbesuchten Mylopótas-Strand besteht regelmäßiger Busverkehr von und nach Chora.

Hotels und Privatzimmer auf der im übrigen gut erschlossenen Insel gibt es vor allem in Chora und Milopotas.

Anfahrt mit dem Schiff:

Von Piräus: Auskunft Hafenamt Piräus:01/451.1311

Nützliche Telefonnummern

Vorwahlnummer: 0286

Polizei:Tel.: 9 12 22 - Gemeinde: Tel.:9 12 28 - Hafenamt Ios: Tel.: 9 12 64


THIRA (oder SANTORIN)

(Fläche 96 km², 130 sm von Piräus. Einwohner: 8000)

Santorin unterscheidet sich von allen anderen Kykladeninseln durch seine merkwürdige Form und geologische Struktur, die auf die verheerenden Ausbrüche eines heute erloschenen Vulkans zurückzuführen sind. Überwältigend ist bei der Einfahrt in den Hafen der Blick auf die steile Kraterwand, deren Kammlinie von schneeweißen Häuschen gesäumt ist.

Die Küste fällt an der Westseite steil ab, die Ostküste dagegen ist flach und mit langen Kiesel - und Sandstränden ideal zum Baden.

Vom Hafen Skala erreicht man den 300m höhergelegenen Hauptort Phirá (Thíra) entweder auf dem berühmten Treppenweg mit seinen hunderten von Stufen (zu Fuß oder auf dem Esel) oder mit einer Kabinenbahn.

Die Stadt ist ein äußerst malerisches Gewirr von verwinkelten Gäßchen und übermauerten Treppengängen. Hochinteressant ist das Museum mit seiner berühmten Vasensammlung aus dem 7. und 6. Jh. v.Chr., darunter den großartigen "Thera-Vasen", den prähistorischen Funden (vor allem Vasen), einigen archaischen und klassischen Skulpturen sowie hellenistischen und römischen Statuen und Büsten.

Eindrucksvoll ist von hier aus der Blick auf die kleinen schwarzen Vulkaninseln unten im Kraterbecken, die "Kammenes" (Verbrannten), die bei Vulkanausbrüchen entstanden und zu denen man mit einem Boot übersetzen kann.

Einer der Höhepunkte eines Santorin-Besuches ist ohne Zweifel die Besichtigung der Ausgrabungen. Im Antiken Thera, das nacheinander von Phöniziern, Dorern, Römern und Byzantinern beherrscht wurde, sieht man entlang der "Heiligen Straße", die die Stadt der Länge nach durchzog, außer Wohnblocks aus verschiedenen Epochen Marktplätze, Thermen, Theater, Heiligtümer, das Haus der Ptolemaier, Grabanlagen aus archaischer und klassischer Zeit und Reste aus frühchristlicher Zeit. In einige der umliegenden Felsen sind Beinamen von Apollon und Jünglingsnamen in archaisch-theräischer Schrift eingeritzt.

Die Ausgrabungen bei Akrotiri wiederum führten zu einer der größten Entdeckungen der Archäologen. Eine minoische Stadt, nach dem zerstörerischen Vulkanausbruch um 1500 v. Chr. für Jahrtausende unter Lava und Asche begraben, trat als ein zweites, prähistorisches Pompeji wieder zutage- zwei- und dreistöckige Häuser, Plätze, Ladenstraßen und Werkstätten, in den Häusern selbst fand man z.T nahezu unversehrt erstaunliche Wandmalereien, die heute im Nationalmuseum Athen gezeigt werden, sowie Vasen und Gegenstände des täglichen Gebrauchs, die von einer städtischen Kultur hohen Niveaus zeugten.

Wenn man im Juli auf Santorin ist, sollte man sich das Volksfest n i c h t entgehen lassen, das am 20. Juli im Kloster des Propheten Elias auf dem höchsten Berggipfel der Insel gefeiert wird.

Das älteste und malerischste Dorf ist la an der Nordspitze (11 km von Phira). Viele der kleinen Häuschen sind in den weichen Fels hineingegraben, die einen weißgetüncht, die anderen blau oder ockerfarben gestrichen, daneben klassizistische Bürgerhäuser mit Innenhof und enge Pflastergassen. Der Blick von hier oben aufs Meer ist überwältigend.

Schöne Badestrände, z.T. mit schwarzen Kieseln oder Sand, gibt es bei Kamari, Armeni, Ammoudi, Baxedes, Perissa, Monolithos und Kokini Paralia.

Mit den Touristenströmen, die angezogen von der großartigen Kulisse der Landschaft und den einzigartigen archäogischen Stätten die Insel besonders in den Sommermonaten überschwemmen, ist selbst die sehr gute Infrastruktrur der Insel zeitweise überfordert.

Anfahrt:

mit der Fähre: von Piräus: Auskunft Hafenamt Piräus: (01) 4 51 13 11

Mit dem Flugzeug: von Athen: Auskunft OLYMPIC AIRWAYS Athen: (01) 9 61 61 61

Nützliche Telefonnummern:

Vorwahlnummer: 0286

Polizei: Tel.: 22.649 - Gemeinde: Tel.: 22.231- Archäologisches Museum:Tel.:22.217- OLYMPIC AIRWAYS Santorin: Tel.: 22.439 - Flughafen: Tel.: 22.21 8


THIRASSIA (250 Einwohner)

Zu dieser kleinen, Phira gegenüberliegenden, Insel (4 km) kommt man mit dem Kaiki bzw. mit der Fähre von Ia (Überfahrt: 45´Min) bzw. Athinió (1 Std.). Einige wenige Privatzimmer sind vorhanden.

Auskunft: Gemeinde: Tel.: (0286) 23 190.


ANAFI

(Fläche 38 krn², 145 sm von Piräus. Einwohner :300 )

Von weitem erscheint Anafi, die südöstlichste der Kykladen, wie ein von Kyklopenhand ins Meer geschleuderter Felsbrocken. Nach der griechischen Mythologie aber hat Apollon sie aus dem Meer aufsteigen lassen, um den in Seenot geratenen Argonauten Zuflucht zu bieten. Menschliche Besiedlung läßt sich auch hier anhand von Funden auf der ganzen Insel bis in die Antike zurückverfolgen.

Von dem malerischen Hafen Agios Nikolaos aus führt eine Straße zum Hauptort Chora, der amphitheatralisch gebaut ist und sich im Zentrum der Insel befindet. Lohnende Ausflüge führen zum Kloster Panagia Kalamiotissa (18. Jh.) das über den Fundamenten eines Apollontempels errichtet wurde, zur venezianischen Festung vor dem Hauptort Chora und zur Agios-Athanassios-Kirche.

Die oft menschenleeren Badestrände sind teilweise sandig (südlicher Teil) und teilweise felsig (nördlicher Teil). Ein besonderes Ereignis sind die Volksfeste.

Privatzimmer auf dieser entlegenen Insel sind rar, der Fährverkehr von und nach Piräus ist unregelmäßig.

Auskunft: Hafenamt Tel. (0286) 61 216, Gemeinde: 61 266.


ALLGEMEINE HINWEISE

Die Kykladen werden außer von Fährschiffen auch von Schnellbooten vom Typ Katamaran Abfahrt von Marine Flisvos angelaufen (Reisegeschwindigkeit ca. 40 Knoten).

Auskunft:

Hafenamt Piräus Tel.: (01) 4 51 13 11 oder (01) 4 12 95 10

Fährverkehr (im Sommer häufig, im Winter seltener) besteht auch zwischen den Kykladen bzw. zwischen den Kykladen und den Inseln der Dodekanes, der NO-Ägäis und Kreta.

Auskunft: im jeweiligen Hafenamt

Schnellboote "Flying Dolphins" verbinden Rafina mit den Inseln: Andros, Tinos, Mykonos, Paros, Naxos, Kleine Ost-Kykladen und Amorgos.

Auskünfte: Hafenamt Rafina Tel.: (02 94) 2 23 00 oder (02 94) 2 51 00


CAMPINGPLÄTZE

Campingplätze gibt es auf folgenden Inseln: Kea, Andros, Tinos, Syros, Mykonos, Paros, Antiparos, Naxos, Santorin, Folegandros.

Achtung: Freies Zelten ist nicht erlaubt!


GELDWECHSEL

Bankfilialen bzw. Wechselstuben gibt es auf folgenden Inseln:

Kea (Wechselstube), Serifos (Wechselstube), Kythnos (Wechselstube), Sikinos, Milos, Andros, Tinos, Mykonos, Syros, Paros, Naxos, Amorgos, Santorin.

Auf den übrigen Inseln kann man sein Geld auf dem Postamt eintauschen.


JACHTHÄFEN

  • Ein- und Auslaufhäfen: auf Mykonos, Santorin und Syros gibt es Zollstationen, Paßkontrolle und Gesundheitsamt.
  • Versorgungshäfen: Wasser- und Treibstoffnachschub findet man auf Kea, Kythnos, Serifos, Sifnos, Milos, Andros, Tinos, Mykonos, Syros, Paros, Naxos und Santorin.
  • Auskunft: im jeweiligen Hafenamt.


    VOLKSFESTE UND LOKALE VERANSTALTUNGEN

    Auf den Kykladen mit ihren Hunderten von Kirchen und Kapellen werden Kirchweihen immer mit besonderer Hingabe gefeiert und bieten ein buntes Bild uralter, lebendig gebliebener Bräuche. Höhepunkt ist jedes Jahr am 15. August das Fest zu Mariä Himmelfahrt, nicht nur auf der Wallfahrtsinsel Tinos, hat doch jede Insel- wenn nicht jedes Dorf seine Panagia-Kirche.

     

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